Die Suche nach dem heiligen Gral – Das perfekte Hochzeitsessen Teil 2

Für die meisten Menschen liegt das perfekte Hochzeitsessen irgendwo zwischen Pommes und Kaviar. Wer in größerem Rahmen feiert, versucht dabei eine ganze Menge uterschiedlicher Geschmäcker zu treffen. Das kann durchaus anstrengend werden. Hier deshalb meine Erfahrungen und die besten Tipps zur Auswahl der Speisen.

Kenne Dich selbst – und Deine Gäste

Wer einmal in einem Forum nach Menuvorschlägen fragt, wird sich sofort inmitten einer wilden Diskussion um Exotik und Bodenständigkeit wiederfinden. Das ist nicht weiter verwunderlich. Ein öffentlicher Ort – und sei er online und ein Forum für Interessierte – ist kein geeignetes Umfeld für die Klärung des Hochzeitsessen. Er würde ja auch niemand auf die Idee kommen, sich vor den Kölner Dom zu stellen und alle vorbeieilenden Touristen zu fragen, was das leckerste Essen der Welt ist. In China gelten zu braun-grünem Gelee fermentierte sogenannte hundertjährige Eier als Delikatesse. Dafür finden viele Chineses die Idee von Schimmelkäse absolut widerlich. Den meisten Deutschen dürfte es da aber eher umgekehrt ergehen.

Deshalb: Nicht den Rest der Welt fragen, sondern nach dem eigenen Geschmack auswählen! Wieso sollte man etwas servieren, das man selbst überhaupt nicht mag? Und wie will man z.B. einen leckeren Fisch aussuchen, wenn man in der heimischen Küche allerhöchstens Fischstäbchen toleriert? Ihr wisst am besten, was Ihr an Eurem Festtag gern essen würdet.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man den Geschmack der Gäste völlig ausser Acht lassen sollte. Aber zum Glück lädt man ja in der Regel keine völlig Fremden zur Hochzeit ein. Ich zum Beispiel heirate in eine nordirische Familie ein. Deshalb kam für uns keine mediterrane oder asiatische Küche in Frage. Beides wird im Vereinten Königreich oft deutlich anders zubereitet als hier. Und wer viele indische Gäste erwartet, der dürfte sich durchaus mal Gedanken zu vegetarischer Küche machen. Trotzdem muss sich dabei niemand verstellen.

Die Herrschaft der Schnitzel-Onkel

Rücksichtnahme auf den Geschmack der Gäste kann nämlich schnell zu einem Boomerang werden. JEDE Familie hat mindestens einen mäkeligen Onkel oder eine Großtante, die alles außer Schnitzel als exotischen Firlefanz abtut. Es sind diese Gestalten, die mit gefurchter Stirn an jedem Buffet stehen und im ersten Gang erstmal Brot mit Kräuterbutter probieren. Der Rest ist nämlich garantiert zu scharf, zu fruchtig, zu unbekannt. Das Problem: Wer sich der Tyrannei dieser Verweigerer unterwirft, der muss im Grunde Würstchen mit Kartoffelsalat anbieten und zum Empfang Partyfrikadellen.

Das ist natürlich ok, wenn man eben genau von Kartoffelsalat geträumt hat. Die meisten Paare wünschen sich aber eigentlich eine Auswahl, die das Besondere des Tages unterstreicht. Um einen Kompromiss zu schaffen, landet man dann gern bei dem, das ich als das Buffet des kleinsten gemeinsamen Nenners bezeichne. Ich habe dieses Essen schon auf vielen runden Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläen und sonstigen Festlichkeiten gegessen. Meistens gibt es dabei Schweinebraten in Peffersauce, Putenschnitzel, Spätzle, Kartoffelgratin, eine gemischte Gemüseplatte mit Broccoli, Möhren und Blumenkohl, grünen Salat und eine Suppe. Ich mag alle diese Dinge, sehr gern sogar. Und weil fast alle diese Dinge mögen, gibt es sie eben auch fast immer. Und darum ist auch bei vielen Caterern 90% des Angebots identisch.

Experimente mit Back-Up Plan

Aber wie entgeht man dem nun ohne gleich die halbe Verwandschaft zu vergrätzen? Zunächst einmal sollte man eine grobe Richtung aussuchen. Soll das Essen eher mediterran sein? Oder lieber Asiatisch, Arabisch, Französisch, Was-auch-immer-isch? Auch jahreszeitliche oder regionale Küche ist immer eine Option. Ist die Marschrichtung klar, fällt das Auswählen der einzelnen Komponenten leichter.

Bei ausgefallenen Speisen ist es ratsam eher auf ungewöhnliche Kombinationen statt exotische Zutaten zu setzen. Wer die einzelnen Zutaten kennt und mag, der wird sie vermutlich auch in einem neuen Gericht probieren. Gleichzeitig macht es Sinn, den Gästen neben Besonderheiten eine “sichere” Alternative anzubieten. Wer zum Beispiel Fisch als Hauptgang reicht, sollte als zweites Gericht vielleicht nicht unbedingt Känguru anbieten. Da ist die Chance groß, dass jemand beides nicht mag. Aber wenn sowieso Schweinemedallions auf der Karte stehen, könnte es ja auch mal ein Straußensteak statt Rind als weiteres Angebot sein. Oder das allseits beliebte Hühnchen bekommt Lamm an die Seite gestellt. So entsteht Raum für das Besondere ohne die schwierigen Gäste zu überfordern. Auch bei Canapes, Vorspeisen und Desserts kann man so vorgehen. Ein guter Caterer bzw. ein gutes Restaurant sollten in der Lage sein, dabei mit Vorschlägen zu unterstützen, die zu einem stimmigen Gesamtbild führen.

Es ist nämlich ein Irrglaube, dass sich solche Probleme automatisch durch mehr Auswahl lösen lassen. Sicher, die Trefferquote wird höher. Aber gleichzeitig wird das Essen dadurch am Ende doch schnell wieder beliebig. Wer ein paar Inspirationen sammeln will, der sollte sich einfach mal die Speisekarten guter Restaurants ansehen. Dort findet man meist eine eingeschränkte Auswahl, die aber durch gute Kombinationen viele Gäste zufrieden stellt.

Alles kann, nichts muss!

Während es bei Menus meist keine allzu festgefahrenen Erwartungen gibt, haben Gäste bei Buffets häufiger Vorstellungen darüber, was zu einem “ordentlichen” Buffet gehört. Gerade weil sie sich oft ähneln. Wer gegen diese Regeln verstößt, muss schonmal mit skeptischen Blicken rechnen. Wir haben zum Beispiel weder eine Käse- noch eine Fischplatte! Und der einzige Blattsalt ist ein Feldsalat. Das sorgte zwar für ein paar gehobene Augenbrauen, aber gestresste Paare sollten immer daran denken: Die Gäste kommen, um mit Euch Euren großen Tag zu feiern! Sicher gehört ein leckeres Essen dazu. Ich habe aber noch nie jemanden sagen hören: “Endlich mal wieder eine Hochzeit, ich hab so Appetit auf Fischplatte!” Also, nur nicht verrückt machen lassen!

Demnächst geht es in Teil 3 um die Wahl des richtigen Dienstleisters und um allgemeine Tipps rund um das Hochzeitsessen.

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Ein kleiner Blick auf unsere Einladungen

Ich bin keine Top-Fotografin. Daher werde ich der wunderschönen Papeterie von Papertalk Press nicht wirklich gerecht.Ich werde unsere wesentlich talentiertere Fotografin Conny noch bitten, das Set gebührend abzulichten. Aber bis dahin gibt’s einen schnellen Blick auf unsere Einladungen.

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Unsere Farben sind weiß und grau. Das Set basiert lose auf diesem älteren Design. Dazu gab es eine Tischkarte mit weißen Sternen auf grauer Karte. Da ich das ganze Set noch nicht gesehen hatte, habe ich das damals als abstrakte Schneeflocken interpretiert. Bis ich erkannt hatte, dass es Sterne sind, war ich schon in die Idee verliebt. Jetzt haben wir also unsere eigenen Schneeflocken-Sterne!

Die Suche nach dem heiligen Gral – Das perfekte Hochzeitsessen Teil 1

Über kaum etwas habe ich mir so sehr den Kopf zerbrochen, wie über unser Hochzeitsessen. Es kam mir vor, als würde ich den heiligen Gral suchen. Nicht zu simpel, nicht zu exotisch, Menu oder Buffet, mediterran oder bürgerlich, eher kalt oder mehr Warmes, Caterer A oder Caterer B…

Deshalb werde ich jetzt in einer kleinen Reihe von Blogposts all das teilen, was ich bei unserer Reise zum perfekten Hochzeitsessen gelernt habe. Heute geht’s los mit der Entscheidung zwischen den verschiedenen Servieroptionen.

Menu oder Buffet – Das ist hier die Frage

Es ist ein wenig so wie bei Canon und Nikon, Coca Cola und Pepsi. Die Anhänger von Menus und Buffets stehen sich hin und wieder wie verfeindete Lager gegenüber. Buffet-Gegner beklagen lange Schlangen vor halbwarmem Kartoffelgratin, während sich die Anti-Menu-Fraktion über mangelnde Auswahl beschwert. Da hat man es als Brautpaar nicht leicht. Der erste Rat lautet aber:

Erstmal prüfen, ob überhaupt beide Varianten möglich sind!

Wer in einer Location mit Gastronomie feiert, der hat in der Regel die Wahl zwischen einem am Tisch servierten Menu und einem Buffet. Allerdings kann es je nach Veranstalter auch durchaus Einschränkungen geben. Danach sollte man sich beim Anbieter zuerst erkundigen. Auch wer in der Wahl seines Caterers frei ist, muss auf die Begebenheiten Rücksicht nehmen. Gibt es überhaupt eine Küche oder zumindest einen Bereich, in dem frisch gekocht werden kann und darf?

Pro + Contra Menu

Ein Menu wird direkt frisch in der Location zubereitet und am Platz serviert. Der große Vorteil sind deshalb die praktisch unendlichen Möglichkeiten bei der Auswahl der Speisen und der Präsentation. Bei einem guten Caterer oder Restaurant erhalten so alle Gäste ein appetitlich angerichtetes Essen, das frisch und heiß aus der Küche kommt. Und vor allem: Alle Gäste werden nahezu gleichzeitig versorgt, Schlange stehen am Buffet entfällt. Es gibt außerdem keine Reste und auch keine Gefahr, dass beliebte Speisen schnell ausgehen.

Ein Menu lässt sich in der Regel auch einfacher mit einem Ablaufplan vereinbaren. Zwischen den einzelnen Gängen lassen sich perfekt Reden und kleinere Showeinlagen einplanen. Und gerade, wenn sich der Tanz- bzw. Partybereich in einem Nebenraum befindet, ist die Variante Menu hilfreich. Alle setzten sich zum Essen an die Tische und nach dem letzten Gang oder der letzten Vorführung wird abgeräumt und die Gesellschaft zieht geschlossen weiter.

Der größte Schwierigkeit bei einem Menu ist sicherlich die richtige Auswahl des Essens. Die Gäste können nicht selbst entscheiden, was auf Ihren Tellern landet. Wem es nicht schmeckt, der kann nicht nochmal etwas anderes probieren. Im Zweifelsfall bleibt man hungrig. Ein Brautpaar mus sich darüber im Klaren sein, dass man den Gästen bei einem Menu Essen in gewisser Weise “aufzwingt”. Zumal man sich als Gast sehr unhöflich vorkommt, Essen bei einer Hochzeit komplett liegen zu lassen. Wenn man den Geschmack vieler Gäste nicht gut einschätzen kann, ist ein Menu unter Umständen ein Risiko.

Dazu kommen die häufig höheren Kosten. Das gleichzeitige Anrichten und Servieren einer großen Anzahl an Speisen erfordert nicht nur viel Erfahrung, sondern ist auch entsprechend personalintensiv. Bei den meisten Anbietern liegen die Preise für ein Menu deshalb oft deutlich über denen für ein Buffet. Man sollte sich daher unbedingt auch nach den entsprechenden Berechnungen für Personalstunden erkundigen!

Pro + Contra Buffet

Der größte Vorteil eines Buffets liegt auf der Hand: Jeder nimmt sich, was er mag. Buffets bieten die Möglichkeit, eine gewisse Auswahl zu einem günstigeren Preis anzubieten. Viele Gäste empfinden das als angenehm und auch bei Hochzeiten mit Kindern ist das von Vorteil. Nicht nur die Speisen selbst, auch Menge und Zeitpunkt können von den Gästen selbst entschieden werden. Buffets sind daher für eine bunt gemischte Gästeschar gut geeignet.

Die Flexibilität des Buffets wird allerdings damit erkauft, dass die Speisen warm gehalten werden. Nicht jedes Essen ist dafür geeignet. Manches schmeckt einfach nur ganz frisch serviert. Auch bei der Präsentation müssen Abstriche gemacht werden. Natürlich können kalte Platten und Anti-Pasti Vorspeisen nett angerichtet werden. Aber mit einem kunstvoll dekorierten Teller kann ein Buffet optisch in der Regel nicht mithalten.  Auch die Versorgung vieler Gäste ist dabei nicht ganz einfach. Gerade zu Beginn müssen Gäste schonmal etwas länger anstehen. Deshalb empfiehlt es sich bei größeren Feiern und ausreichendem Platz, das Buffet von zwei Seiten aufzubauen. Sprich: An den jeweiligen Enden befinden sich die Vorspeisen und alle Gäste arbeiten sich in zwei Schlangen zu Beilagen und Hauptspeisen in die Mitte vor.

Kombinationen aus Menu und Buffet

Die beiden Varianten schließen sich übrigens nicht gegenseitig aus. Relativ häufig ist zum Beispiel eine Kombination aus am Platz servierter Suppe als Vorspeise und ein anschließendes Hauptspeisenbuffet. Genauso gut kann man den Gästen bei einem Menu auch die Wahl lassen, ob es am Ende noch ein Dessert sein soll und eine Auswahl an Nachspeisen in Buffetform anbieten. Eine andere Option ist das Servieren aus Platten und Schüsseln am Tisch. Das kann so aussehen, dass jeder Gast einen Teller mit der Hauptspeise erhält und Beilagen und/oder Gemüse am Tisch frei wählbar sind. Oder aber das gesamte Essen wird in dieser Form angeboten. Warmhalten und Schlange stehen entfallen bei diesem Kompromiss, beim Anrichten erreicht man das Niveau von Tellermenus aber natürlich nicht.

Live cooking/Show cooking – Die besondere Alternative

Ein anderer Trend ist das sogenannte Live oder auch Show cooking. Dabei werden die Speisen direkt vor den Augen der wartenden Gäste zubereitet. Frischer geht es nicht! Live cooking wird normalerweise für etwas ausgefallenere Küche gewählt, funktioniert aber im Prinzip unabhängig von der jeweiligen Auswahl. Meist werden dazu mehrere Kochstationen entweder als Inseln oder in Reihe aufgestellt. Die Anbieter bringen zwar in der Regel das gesamte benötigte Equipment selbst mit, ein paar Minimalanforderungen muss die Location allerdings schon erfüllen. Deshalb sollte man im Vorfeld genau nachfragen.

Solche Kochstationen lockern die Atmosphäre auf und bieten den Gästen mal ein etwas anderes Hochzeitsessen. Der Nachteil: Wer etwas Ausgefallenes anbieten möchte, muss dafür wie immer etwas tiefer in die Tasche greifen. Und gerade im Sommer sollte sichergestellt sein, dass sich durch das Brutzeln nicht die gesamte Location den Temperaturen und dem Raumklima einer Garküche nähert.

So, das waren die ersten Informationen und Tipps zur Auswahl zwischen Menu und Buffet. In Teil 2 gibt’s dann mehr über die Auswahl der Gerichte. Und ja, wir reden auch über Onkel Dieter, der nur Schnitzel mit Pommes mag.

Soundtracks ohne Aschenbrödel – Musik zum Einzug

Ja, meine Generation ist die Generation 3 Haselnüsse für Aschenbrödel. Wir haben Jahr um Jahr zur Weihnachtszeit verfolgt, wie das arme aber irgendwie auch starke Aschenbrödel am Ende den Prinzen bekommt. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Film gesehen habe ohne ihn je leid zu werden. Ich hab inzwischen sogar die DVD. Man mag sich vielleicht schon fragen, ob wir diesen Prinzen heute noch nehmen würden – fragwürdige Einstellung zu Bildung, unangebrachte Arroganz, maximal mittelmäßige Attraktivität, mag Aschenbrödel erst mit den richtigen Klamotten… Das hindert uns aber nicht daran, trotzdem heimlich von wallenden Capes, großen Bällen und magisch erscheinenden Brautkleidern zu träumen.

So ging es offenbar auch Ella Endlich, die 2009 einen Teil des Soundtracks nutzte und daraus den Song “Küss mich, halt mich, lieb mich” machte. Das war clever und ziemlich erfolgreich. Denn nach den vielen Weihnachtsfesten mit Aschenbrödel denken wir vermutlich bei der berühmten Sequenz alle automatisch an große Romantik und unsere Mädchen-Hochzeitsphantasien. Insofern ist es vielleicht nicht überraschend, dass sich dieses Lied inzwischen zu einem sehr beliebten Song auf Hochzeiten entwickelt hat. Ob als Eröffnungswalzer oder zum feierlichen Einzug. Nur mal ehrlich: Ich liebe den Originalsoundtrack, aber der Song ist jetzt eher was für Schlagerfans und ziemlich kitschig.

“Dann wünsch ich mir Flüsse die Wasser noch führ’n, Dornen die weichen und Rosen die blüh’n, küss mich – halt mich – lieb mich”

Naja. Da guck ich lieber den Film und suche mir für meine Hochzeit was anderes. Die Grundidee eines Soundtracks fand ich allerdings super. Filmmusik ist ja oft genau dafür komponiert worden, große Emotionen zu transportieren. Als jemand der bei rührenden Filmszenen hoffnungslos heult, bin ich dem sehr zugänglich. Für mich stand auch schon länger fest, dass ich mir für meinen Einzug ein schönes Instrumentalstück aussuchen würde. Und so habe ich mich unter meinen Lieblingssoundtracks umgesehen. Hier drei großartige Stücke, die ich dabei gefunden habe.

Amas Veritas – Alan Silvestri – Practical Magic/Zauberhafte Schwestern

Paare haben ein gemeinsames Lied, meine Schwester und ich haben einen gemeinsamen Film. Er handelt von zwei magisch begabten Schwestern, die von Sandra Bullock und Nicole Kidman gespielt werden. Nicht nur, weil ich also eine persönliche Beziehung zu diesem Film habe, gehört der Soundtrack seit eh und je zu meinen LieblingsCDs. “Amas Veritas” ist ein wunderschönes Stück, das ich mir gut vorstellen konnte.

Prime Minister’s Love Theme – Craig Armstrong – Love Actually/Tatsächlich Liebe

Ich liebe dieses Lied. Es ist eine perfekte Untermalung für einen ganz großen Moment. Jemand hat es mal episch genannt und das trifft es ganz gut. Irgendwann dachte ich: Das wäre doch DIE Musik zum Einzug! Und ziemlich lange sah es so aus, als würde ich wirklich zu diesem Stück in den Saal kommen. Ich habe es sogar schon meinen Brautjungfern vorgespielt. Aber jetzt bin ich per Zufall über das Stück gestolpert, das nun wirklich zum meinem Einzug gespielt werden wird.

Mammoths – John Powell – Ice Age 2: The Meltdown/Ice Age 2: Jetzt taut’s

Klingt lustig? Absolut. Wer denkt schon daran zur Musik von Ice Age zu seinem Liebsten zu schreiten? Ich bestimmt nicht! Bis der Film diese Woche lief und ich im Anschluss nochmal in den Soundtrack reingehört habe. John Powell hat mit “Mammoths” ein so ergreifendes Stück geschrieben, ich wusste plötzlich: Das ist es! Sofort gekauft, nochmal angehört, mir dazu den Einzug vorgestellt… und dann hatte ich Tränen in den Augen. Heute habe ich meine Schwester und gleichzeitig Trauzeugin gebeten, es sich anzuhören. Als ihr ebenfalls die Tränen kamen, war das Lied gesetzt.

Vielleicht sollte es mir ja zu denken geben, dass eine Mammutherde und ich zum gleichen Stück irgendwo einmaschieren, aber ich habe darin meine Einzugsmusik gefunden. Es würde mich freuen zu hören, welche schönen, lustigen oder ungewöhnlichen Musikstücke Ihr schon zum Einzug auf Hochzeiten gehört habt. Wozu seid Ihr Eure letzten Schritte als unverheiratete Frau gegangen?

Unser Verlobungsshooting im Bergischen Land

Foto - Cornelia Lietz

Unsere Verlobungszeit war relativ lang. Vor ca. 1 1/2 Jahren im August hat mir mein Liebster einen Diamantring an den Finger gesteckt. Und weil es nicht nur eine lange sondern auch besondere Zeit war, wollten wir sie mit einem Fotoshooting festhalten. Ja ja, und weil ich sowieso jede Ausrede für professionelle Paarbilder genutzt hätte!

Für unsere Hochzeit hatten wir uns die wunderbare Cornelia Lietz als Fotografin ausgesucht, die daher natürlich auch für unsere Verlobungsbilder verantwortlich war. Cornelia kommt aus dem Bergischen Land und ich selbst bin an den Wochenenden oft mit Schwester, Mutter und Wanderschuhen dort unterwegs. Was war also passender als ein romantisches Shooting inmitten der Bergischen Wälder und Wiesen?

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Ich wurde oft gefragt, wozu denn ein Verlobungsshooting gut sein soll und ob das nicht etwas übertrieben ist. Aber für mich persönlich war die Erfahrung sehr positiv. Es gab gute Gründe, warum wir uns dafür entschieden haben.

Gegenseitiges Kennenlernen

Wie die meisten Paare haben wir Cornelia aufgrund ihrer Bilder und ihres Stils ausgesucht. Und wie jede seriöse Fotografin hat sie uns auch zu einem ersten Gespräch persönlich getroffen. Trotzdem war das Verlobungsshooting eine gute Möglichkeit, einander in dieser Situation besser kennenzulernen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass Cornelia die richtige Fotografin für uns ist, dass wir uns mit ihr wohlfühlen und uns die Bilder am Ende gefallen. Gleichzeitig hatte sie dadurch die Möglichkeit uns als Paar zu erleben und zu sehen, wie wir uns vor der Kamera verhalten. Sie weiß jetzt, was sie an unserem Hochzeitstag erwartet. Und wir werden viel entspannter sein, denn wir kennen das jetzt schon und können darauf vertrauen, dass wir auf unseren Hochzeitsfotos gut und glücklich aussehen werden.

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Wir zwei als Paar

Außerdem hatte ich es ja schon erwähnt, so eine Verlobungszeit ist etwas Besonderes. Unser Leben wird sich irgendwann ändern und aus einem Paar wird hoffentlich eine Familie. Die Hochzeitsbilder zeigen uns zwar auch als Paar, aber eben in einer ganz speziellen Situation und einem nicht alltäglichen Rahmen. Deshalb empfinde ich es als sehr wertvoll, auch solche natürlichen Fotos von uns zu haben. Nur wir zwei, einfach verliebt.

Neben der Zeit für uns spielte auch die Zeit für Fotografie dabei eine Rolle. An unserem Hochzeitstag ist ein ganz bestimmtes Zeitfenster für die Paarfotos geblockt. Wetter, Location, Dauer… an all diesen Schrauben können wir da nur bedingt drehen. Bei einem Verlobungsshooting bleibt Zeit für Experimente und Verschiebungen (wir hatten unseren Termin z.B. an einem Regentag und haben ihn prompt verschoben). Eine längere Anreise hat uns nichts ausgemacht. Wir konnten in Ruhe einen schönen, passenden Ort mit gutem Licht aussuchen. Auch beim Shooting gab es keine Eile. Das sorgte für eine entspannte Atmosphäre, viel Spaß und schöne Bilder.

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Foto - Cornelia Lietz

Und hier noch ein Rat an alle, die jetzt denken: Das mach ich nicht, ich muss bis zur Hochzeit noch abnehmen! Wenn ich jetzt Fotos machen lasse, dann sehe ich nur dick aus!

Bitte, bitte tut Euch den Gefallen und hört da nicht auf diese Stimme im Kopf. Diese perfekte Zeit für Fotos kommt nie. Der perfekte Look kommt nie. Wird Euch das bei manchen Bildern ärgern? Na, klar! Wird das wirklich etwas ausmachen? Nein.  Ich zeige Euch mal was. Nämlich dieses Foto:

Foto - Cornelia Lietz

Hier meine ersten Gedanken bei der Ansicht direkt nachdem ich die Fotos erhalten hatte.

“Oh, das ist aber schön. Das gefällt mir.”

“Oh nein! Mein Bauch! Ich seh total schwanger aus.”

“Vielleicht hätte ich das Kleid besser nicht angezogen. Oder wenigstens meine Haltung besser kontrolliert. Also echt.”

“Ob ich Conny fragen soll, dass sie mir das noch retuschiert? Ich liebe das Fotos, bis auf meinen Bauch.”

Ich bin nicht schwanger. Wurde aber prompt eine Woche später vom Trainer meines Verlobten auch noch genau danach gefragt. Rund zwei Wochen lang war ich so genervt und wild entschlossen, das sofort alles zu ändern. Inzwischen haben sich meine Gedanken geändert. Ich denke nicht mehr “Ich liebe das Bild, wenn nur der Bauch nicht wäre.” Ich denke jetzt “Ich liebe das Bild, da ist der Bauch doch egal.” Das Kleid ist eines meiner Lieblingskleider, ich bin froh dass ich es auf Fotos von dieser Zeit in meinem Leben trage. In 5 Jahren wird kein Mensch nach meinem Bauch fragen. Mit etwas Glück sagt meine Tochter stattdessen: “Mama, wann war das? Hast Du Papa da schon geküsst? Mama, wart ihr verknallt?” (Ich fand jedenfalls immer alle Bilder von meiner Mutter und meinem Vater vor meiner Geburt per se toll und diese Pärchensache ganz faszinierend.)

Also, ich hab ein Bäuchlein. Ich hab trotzdem tolle Verlobungsfotos. Ich bin sehr glücklich darüber. Wer jetzt vielleicht selbst gern welche hätte und wissen will, wie er Cornelia erreichen kann, der klickt auf das Logo unten.

Cornelia Lietz Hochzeitsreportagen