Neue Abenteuer

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Liebe Hochzeitsverrückte,

seit langer Zeit schon liegt dieser Blog “brach”. Ich habe ihn nie offline genommen, weil das Thema “Professionelle Hochzeitfotos” immer wieder einmal aktuell wird. Offenbar finden auch nach Jahren viele Leser den Foto-Vergleich noch hilfreich. Und da mir das Thema selbst ja sehr am Herzen lag, möchte ich zukünftigen Brautpaaren deshalb auch weiterhin die Möglichkeit geben ihn anzusehen.

Privat hat sich der Fokus allerdings verschoben. Statt raschelnder Spitze und kunstvollem Make-Up sieht man im Moment Spucktücher und Augenringe. Jawohl, wir sind inzwischen zu dritt! Die Geburt unseres Sohnes war die wunderschöne Krönung von inzwischen drei turbulenten Ehejahren. Todesfälle, Jobwechsel, Umzüge und Schwangerschaften haben uns im Familienumfeld selten zu Atem kommen lassen. Und nun genießen wir das bisher größte Abenteuer!

Nur der gemeinsame Template-Shop mit Sine – meiner guten Freundin und Brautjungfer – fiel dabei leider hinten über. Trotzdem sind in all der Zeit die Begeisterung für Fotos und der Spaß an Design konstant geblieben. Wenn überhaupt haben sie eher noch zugenommen! In den letzten drei Jahren habe ich mich unzählige Male gefreut, dass wir unsere Bilder als Fotobuch auch physisch “da haben”.

Und so konnte ich das Thema eben doch nicht dauerhaft aufgeben. Dafür bin ich zu überzeugt davon, dass man schöne Bilder nicht nur auf der Festplatte “versauern” lassen sollte. Weil wir aber einsehen mussten, dass so eine Koordination zwischen zwei Familien und Ländern zur Zeit nicht funktioniert, habe ich mich nun allein ins kalte Wasser gewagt.

Mein kleiner Sprung (inklusive Nase-zu-Halten und Quietschen) nennt sich Tinctum Print Design. Dahinter steht ein Etsy-Shop, in dem Ihr Photoshop Templates für Fotobücher bekommt. Aktuell ist die Auswahl noch nicht allzu groß (zwei Beispiele unten), aber ich freue mich trotzdem über jeden Besuch auf:

TINCTUM PRINT DESIGN

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Was macht Ihr in drei Wochen?

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Heute ist ein typischer Sonntag Morgen im Hause Rodinson. Draußen ist es grau, in der Küche rotiert die Waschmaschine, mein Mann sitzt am PC und trinkt Tee und ich sitze hier vor einer Tasse Senseo-Kaffee. Das wird in genau drei Wochen anders sein. Denn da bin ich um diese Zeite auf dem Weg nach Köln und freue mich auf einen meisterhaften Cappuchino und jede Menge Hochzeitsinspiration.

Am 26. Oktober findet im Bauwerk in Köln wieder die Messe des rhein-weiss Hochzeitsnetzwerkes statt. Und die lohnt sich! Jaaa, auch für alle, die keine Messen mögen. Ich bin nämlich auch kein Fan von diesen riesigen Messehallen bis oben hin vollgestopft mit tausenden Kleidern und Ringen. Da ist es mir zu laut, zu warm und ich werde vom Überangebot komplett erschlagen.

Was ist auf der rhein-weiss anders?

Die Messe ist eine gemeinsame Präsentation der 26 Dienstleister im Netzwerk. Deshalb gibt es zwar für alles den richtigen Anbieter, aber eben keine 50 Schmuckdesigner und 100 Caterer. Stattdessen kann man sich auf ausgesuchte Leistungen mit Spitzenniveau freuen. Und kennt Ihr diesen Effekt, dass es auf Messen bei allen interessanten Ständen irre voll ist und man sich allenfalls im Strom der Meschenmasse vorwärts schiebt? Bei der rhein-weeiss geht es eher familiär und entspannt zu. Man bummelt durch Hochzeitswelten und alle Anbieter nehmen sich Zeit für eine gute Beratung.

“Lohnt sich das denn bei so begrenztem Angebot überhaupt?”

Absolut! Wer kreative Dienstleister ohne 08/15 Kitsch sucht, der ist ja meist froh überhaupt einen zu finden. Aus eigener Erfahrung als Braut kann ich hiermit bestätigen, was ich auf der letzten rhein-weiss Messe gefunden habe:

Eine Dekoidee für unsere Tische; den Anbieter der dazu passenden silbernen Teelichthalter, meine Floristen und meine Stylistin. Nicht übel für einen Tag, oder? Und hätte ich das mit dem Kaffee-Bike vorher gewusst und eingeplant, hätte ich das auch noch gebucht.

Hochzeitsinspiration live

Eine weitere Besonderheit dieser Messe sind die Showboxen. Es werden 6 komplette Hochzeitsmottos und Dekorationen vorgestellt. So kann man sich Anregungen holen und das Können der Aussteller live erleben. Was mir daran vor allem gefallen hat:

Die vorgestellten Konzepte sind “alltagstauglich”. Natürlich wird auf kleinem Raum viel Dekoration gezeigt und natürlich ist nicht jede vorgestellte Idee etwas für ein kleines Budget, aber sie sind wirklich umsetzbar. Ich habe keine Tische mit 5 riesigen Silberschalen überladen mit Blumen gesehen. Keine Vorschläge von golden eingedeckten Tischen am überwuchterten Flussufer oder einem Brautpicknick im meterhohen Schnee. Hier gibt’s ein paar Eindrücke vom letzten Jahr.

Also: am 26. nach Köln fahren, sich inspirieren lassen, neue Trends entdecken, leckere Sachen essen und guten Kaffee trinken. Ich werde auf jeden Fall da sein! Wenn Ihr ebenfalls vor Ort seid, sagt doch mal hallo.

Die Kartenmacherei – Rundumservice mit Stil

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Was macht eine Braut nach der Hochzeit? Sie sucht einen Anbieter für Dankeskarten!

Als ich Anfang des Jahres nach den passenden Karten suchte, musste ich wieder einmal feststellen, dass hübsche Papeterie gar nicht so einfach zu finden ist. Irgendwo in einer geheimen Schule für Hochzeitskartendesigner sitzt vermutlich jemand, der das folgende Rezept predigt:

Für Hochzeitskarten nehme man 1 x kaum lesbare Schnörkelschrift, 1 x Herzchen oder 1 x Blümchen,    1 x Satinband mit Strassbrosche, 1 x Glanzpapier. Und tadaaa, fertig ist das Meisterwerk!

Wir hatten uns aber ein kitschfreies, frischeres Design vorgestellt. Trotzdem wollte ich es mir dieses Mal einfach machen und nicht extra Karten entwerfen lassen. Schließlich hatte ich diverse gute Online-Anbieter aus den USA gesehen, die wunderschöne Serien innerhalb weniger Tage lieferten. Das musste es doch auch irgendwo in Deutschland geben! Meine Suche endete schließlich auf der Webseite der Kartenmacherei. Hier finden Heiratswillige jede Menge moderne Karten – ganz ohne Schnörkel aber mit vielen Extras.

Viel Spielraum bei einfacher Gestaltung

Gerade wenn man Karten zweisprachig drucken möchte, stellt man schnell fest, wieviel Gestaltungsspielraum man bei einem Anbieter wirklich hat. Hier überzeugte die Kartenmacherei auf der ganzen Linie. Neben einer großen Auswahl an Farbvarianten für jede Serie kann man bei den meisten Motiven zwischen einer normalen Klappkarte und einer Doppelkarte wählen. Viele Designs erlauben das Hinzufügen von Fotos, die aber auch nach Belieben weggelassen werden können.

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Die Karten selbst sind mit recht vielen unabhängigen Textfeldern gestaltet. Dadurch lassen sie sich gut anpassen. Einzelne Felder können gelöscht werden, Schriftart, Ausrichtung, Größe und Farbe sind variabel. Die Gestaltung ist dabei trotzdem sehr einfach. Großer Pluspunkt: Die Texte gehen nicht verloren, wenn man mehrere Farbvarianten der Karte durchprobiert! Außerdem lassen sich bearbeitete Karten auf einem Merkzettel speichern.

Gestaltung

Passende Umschläge und Aufkleber

Für mich persönlich sind bei Papeterie auch gerade die kleinen Extras wichtig. Ich liebe es, wenn man einer Einladung oder Danksagung ansieht, dass da jemand Wert auf Details gelegt hat. Deshalb war ich begeistert, dass die Kartenmacherei neben passenden Umschlägen auch Adressaufkleber anbietet. Sowohl Absender als auch Empfängeradresse können so stilvoll gestaltet werden. Auch hier war die Eingabe der Adressen kinderleicht.

Aufkleber

Wir haben sogar für zukünftige Briefe noch extra Adressaufkleber in einer neutralen Farbe geordert.

Von “Save the Date” bis Danksagung

Auch wer nicht nur einzelne Karten sondern eine ganze Hochzeitsserie sucht, wird bei der Kartenmacherei fündig. Für viele Motive wird ein komplettes Set von der “Save the Date” Ankündigung über Einladungen bis hin zur Dankeskarte angeboten. Auch Tischkarten, Menüs und weitere Extras können bestellt werden. Eine bequeme Möglichkeit, der Hochzeit optisch einen roten Faden zu verleihen.

SavetheDateMenue  SerieAquarell

Qualität und Service stimmen

Die Abwicklung meiner Bestellung verlief ebenso reibungslos wie die Gestaltung. Die Karten und Extras kamen nur wenige Tage später gut verpackt und vollständig bei mir an. Die Qualität von Druck und Papier stimmt. Keine Druckfehler, keine verwischten Linien, sauber geschnittene Kanten und eine sehr ordentliche Falz. Alles sah gut und hochwertig aus. So, wie man es sich bei einem solchen Anlass wünscht.

Meine Favoriten

Man findet auf der Webseite viele verschiedene Designs. Neben der oben gezeigten Aquarell-Serie mochte ich die Karten “Wasserlilie” am liebsten. Unsere Dankeskarten kamen dann auch aus dieser Reihe, als Farbe haben wir “sand” gewählt. Gerade in Kombination mit den sandfarbenen Umschlägen sahen die Karten schlicht, aber elegant aus.

KarteWasserlilie

SerieWasserlilie

Und obwohl ich ja meist allergisch auf Herzmotive reagiere, bin ich auch von der Serie “Herzstern” begeistert.

KarteHerzstern

SerieHerzstern

Wer klassische Klappkarten zu langweilig findet, der kann sich unter den Sonderformaten Einsteckkarte oder Booklet umsehen. Die Auswahl der Motive ist dort allerdings noch deutlich eingeschränkt.

Einsteckkarte

Booklet

Aber apropos Sonderwünsche: Es gibt die Möglichkeit, das Motiv nach eigenen Wünschen anzupassen – zum Beispiel mit mehr oder anderen Fotos, anderen Farben oder zusätzlichen Textfeldern. Wir haben diese Optionen nicht gebraucht, so dass ich zu Umsetzung und Kosten nichts sagen kann. Trotzdem sicher gut zu wissen, dass das Wunschdesign im Zweifel nicht am falschen Farbton scheitern muss.

Alles in allem kann ich die Kartenmacherei also nur wärmstens empfehlen! Die Website findet Ihr hier. Für Bestellungen aus Österreich gibt es hier eine eigene Seite.

Unsere Dankeskarten

Man kann bei einer Hochzeit viele Dinge beeinflussen. Man kann vorher den Ablauf orgsanisieren, die Dienstleister sorgfältig auswählen und an schönen Orten feiern. Aber eine Sache kann man eben nicht planen: Ob eine Hochzeit wirklich einer der schönsten Tage im Leben wird!

Denn das hängt letztlich von den Menschen ab, die diesen Moment mit uns teilen. Damit meine ich jetzt nicht, wie viele Gäste sich auf die Tanzfläche wagen oder ob Onkel Dieter nach drei Gläsern Sekt eine zweifelhafte Rede hält. Ich meine diese besondere Stimmung von Liebe und Freude für die nur Familie und Freunde sorgen können. Wenn ich an unseren großen Tag zurück denke, ist das eine der schönsten Erinnerungen. Wir waren davon völlig überwältigt. Man hatte einfach das Gefühl, dass jeder einzelne unserer Gäste gern dabei war und sich ehrlich mit uns gefreut hat.

Aus diesem Grund lagen uns auch die Dankeskarten nach der Hochzeit am Herzen. Wir wollten alle wissen lassen, wie sehr wir uns über diese Unterstützung gefreut haben. Heute gibt es erstmal einen kleinen Blick auf unsere Karten. In den nächsten Tagen werde ich dann die Anbieter vorstellen, die für die wunderschöne Papeterie und für die kleinen Fotobüchlein verantwortlich waren.

Danksagungskarten Danksagungskarten

Ein ganz besonderes Frühlingsshooting

Auf Hochzeitsblogs gibt ja häufig Styled Shoots und es gibt After-Wedding-Sessions. Dank der östereichischen Fotografin Karin Ahamer und Raphaela Ramler von Venus Weddings gibt es heute mal beides in einem! Aber erzählen wir von Anfang an: Karin und Raphaela hatten die Idee, einen Style Shoot zum Thema Frühling zu organisieren. Aber statt professionelle Models zu buchen, wollten sie damit gleichzeitig einem echten Paar die Möglichkeit zu einem Fotoshooting geben. Schließlich ergänzen sich die Vorteile einer After-Wedding-Session ja perfekt mit denen eines Styled Shoots: man kann einen passenden Ort wählen, alles in Ruhe dekorieren und alle Details perfekt aufeinander abstimmen.

Gesagt, getan. Auf Facebook wurde das Shooting “ausgeschrieben” und willige Paare wurden aufgefordert, sich bei den beiden zu melden. Ich vermute, sie hatten mit einer Menge Paaren gerechnet, die im letzten Jahr geheiratet hatten und das Hochzeitsgefühl gern noch einmal auffrischen wollten. Nicht gerechnet haben dürften die beiden mit Cordula und Franz. Cordula und Franz waren bereits seit 4 Jahren glücklich verheiratet. Nicht gerade der übliche Zeitpunkt für ein After-Wedding-Shooting.

Trotzdem rührte die Geschichte des Paares Karin und Raphaela. Denn auch wenn der Hochzeitstag traumhaft schön war, mit ihren Hochzeitsfotos waren die beiden nie wirklich glücklich. So gab es dann im März dieses Jahres – lange nach dem großen Tag der beiden – ein gemeinsames Shooting im Garten des Landhauses von Josef Renz. Das Thema Frühlung wurde mit den Farben weiß, pink und lila umgesetzt und das Glas Rosé gab’s beim romantischen Picknick gleich dazu. Diese ganze Idee finde ich persönlich so wunderbar, dass ich die Bilder einfach teilen muss! Im Anschluss kommen dann auch noch Cordula und Franz selbst zu Wort. Schließlich bin ich ja neugierig, wie es sich wohl anfühlt, vier Jahre nach der Hochzeit nochmal in die Rolle der Braut zu schlüpfen…

Liebe Cordula, lieber Franz. Ihr seid schon 4 Jahre verheiratet. Verratet doch den Lesern, was Euch auf die Idee gebracht hat, Euch nach dieser Zeit noch um ein After-Wedding-Shooting zu bewerben.

Die Idee neuer Hochzeitsbilder hatten wir ehrlich gesagt selbst einige Wochen vor dem Aufruf und wie der Zufall es wollte sahen wir eines Abends das Gewinnspiel in Facebook, haben uns kurzerhand beworben und Wochen später tatsächlich gewonnen! Über Gewinne freut man sich bekanntlich, aber für uns war es einer der schönsten Geschenke, welches uns gemacht werden konnte. Wir waren sehr jung als wir geheiratet haben, es fehlte jedoch nicht an Geld, sondern an der Erfahrung. Unsere Hochzeit war nahezu perfekt. Vom Brautkleid über die Hochzeitstorte, der Band und der Gäste, der Kirche bis hin zur Location. Jedes Mal wenn wir unsere kirchliche Trauung Revue passieren lassen sagen wir: Es war perfekt – außer die Fotos. Hier hatten wir das Pech, dass wir dem Meisterfotografen „um’s Eck“ vertrauten, der schon unsere Kindergartenfotos schoss. Unsere Bilder wirken wie die unserer Eltern, altbacken und gekünstelt. Wir wurden einfach in den Garten und vor die Kirche gestellt und mussten lächeln. Das ist sehr schade, denn die Fotos sind neben den Erinnerungen das Einzige, was einem bleibt und deswegen so unendlich wertvoll!

Bei dem Thema After-Wedding-Shoot fragen sich natürlich viele Paare, ob sich das nicht sehr „künstlich“ anfühlt. Wie habt Ihr das Shooting erlebt?

Es ist natürlich nicht so wie am Hochzeitstag, jedoch gaben uns alle die am Shooting mitgewirkt haben das Gefühl Braut und Bräutigam zu sein und das war toll! Außerdem hatten wir alle Zeit der Welt und nicht tausend anderer Dinge im Kopf, wie das meist am großen Tag so ist – nur wir und das Shooting standen im Vordergrund.

Wer von Euch war denn nervöser als Model?

Nervös waren wir beide. Merkt man ziemlich gut an den ersten Bildern, aber Karin und ihr Team haben uns gelobt, gepusht und nach und nach liebevoll Anweisungen gegeben. Dadurch war die Nervosität am Ende verflogen.

Das Thema des Shoots war ein Frühlingspicknick am See. Jetzt die wichtige Frage, durftet Ihr die Schokotorte auch essen?

Jaaaaaa, aber wir waren so lieb und haben diese mit den anderen geteilt!

Ich habe gehört, bisher gab es kein einziges Hochzeitsbild in Eurem Haus. Haben es denn die neuen Bilder bis an die Wand geschafft?

Das ist wahr… Die neuen Bilder schafften es natürlich an die Wand und in die Vitrine.

Habt Ihr ein Lieblingsbild?

Nein, es sind alle wunderschön geworden, aber unsere Lieblingsbilder sind die zum Schluss entstandenen beim Steg. Ab da waren wir so richtig locker und hatten mächtig Spaß – diese Dynamik spiegelt sich in den Fotos wider. Traumhaft!

Häufig spielen ja Zeitplan und Budget für Bilder bei der Hochzeit eine Rolle. Welchen Tipp würdet Ihr Paaren geben, die deshalb auch mit dem Gedanken an ein Shooting nach der Hochzeit spielen.

Unser Tipp: Egal ob am großen Tag oder danach: Achtet immer darauf, dass ihr das richtige Team, vor allem einen Hochzeitsfotografen eures Vertrauens dabei habt.
Die Momente werden bei einem Styled Shoot nie so sein wie am Hochzeitstag, ebenso sind keine Gäste dabei. Unsere Meinung: Macht ein Styled Shoot nur, wenn ihr noch mehr (nur für euch) Bilder haben möchtet. Zeitplan und Budget dürfen euch auf keinen Fall daran hindern! Verschiebt lieber die Hochzeitsreise auf später und investiert in gute Fotos!

 

Credits:

Idee & Fotografie – Karin Ahamer (http://www.karinahamer.com)
Hochzeitsplanerin & Deko – Raphaela Ramler (http://www.venus-weddings.at)
Visagistik & Haare – Alexandra Condopoulos (https://www.facebook.com/a.condopoulos)
Papeterie – Martina Pfiffl (http://www.facebook.com/saltandpaper.at)
Wein & Schokotorte – Franziska Fischer (http://www.weingut-fischer.at)
Schmuck & Headpiece – Yerida Göschlberger (http://www.butterfly-treasures.com)
Clutch – http://www.dejavu-wien.at
Brautkleid – Vintage
Brautschuhe – Cate Gray

 

 

Beschwingt! 5 kurze Lieblingskleider

Beschwingt - Shelly in Paris

Die kurzen Kleider sind zurück! Das ist eine erfreuliche Nachricht für alle Bräute, die mit langen Roben und Schleppen wenig anfangen können. Sie hatten es ein paar Jahre lang schwer. Denn obwohl es seit den 20er Jahren kurze Brautkleider in allen möglichen Stilrichtungen gab, verschwanden sie zuletzt fast völlig von der Bildfläche. Wer durch Kataloge oder Magazine blätterte, musste den Eindruck gewinnen, dass “das Kurze” allenfalls als schlichte Alternative für’s Standesamt gedacht war.

Doch mit diesem Understatement ist es jetzt wieder vorbei. Inzwischen präsentieren viele Marken auch kurze Modelle in ihren Kollektionen – von schlicht bis aufwendig, von verspielt bis edel. Darum stelle ich heute ein paar meiner persönlichen Favoriten vor: Fünf kurze Brautkleider für unterschiedliche Geschmäcker und Budgets.

1 – I.V.Y von Femkit

Das junge Label Femkit kommt aus Berlin und steht für feminine Schnitte, die Vintage-Elemente mit modernem Design verbinden. Die Produkte sind handgemacht, aber absolut  erschwinglich. I.V.Y ist ein Modell komplett aus weißem Satin. Der Schnitt erinnert an die 50er-Jahre, aber der ungewöhnliche Ausschnitt und die klaren Linien sorgen trotzdem für einen zeitgemäßen Look.

I.V.Y - Femkit

I.V.Y - Femkit

I.V.Y - Femkit

2 – A.N.N.E.L.I.E von Femkit

Wer es etwas leichter und luftiger mag, für den ist Tüll genau das Richtige. A.N.N.E.L.I.E – ebenfalls von Femkit – kombiniert ein klassisches Oberteil aus Satin mit einem knielangen, weit schwingenden  Tüllrock.

A.N.N.E.L.I.E - Femkit

A.N.N.E.L.I.E - Femkit

A.N.N.E.L.I.E - Femkit

3 – Shelly von Noni

Bei den Kölner Designerinnen von Noni gibt es Seidenkleider mit fröhlichen Farbtupfern. Shelly wird aus Dupionseide gefertigt und am besten mit einem Petticoat getragen. Gürtel und Knöpfe setzten Aktzente, wobei der Farbton ganz nach den Wünschen der Braut gestaltet werden kann. Das gilt übrigens auch für das Kleid selbst: Farbige Kleider sind als Sonderanfertigungen möglich.

Shelly - Noni

Shelly - Noni

Shelly - Noni

4 – Jakobien von MaryLise

Dass kurze Kleider auch für den ganz großen Auftritt taugen, beweist das belgische Label MaryLise. Kündigt eine Braut ein kurzes Kleid an, rechnen die Gäste ja meist mit einem schlichten Look. Jakobien kommt mit der auffallenden Schleife und den zarten Applikationen jedoch wesentlich glamouröser daher.

Jakobien - MaryLise

Jakobien - MaryLise

5 – Amaze von Tobi Hannah

Die britische Designerin Tobi Hannah ist eine prominente Fürsprecherin des kurzen Brautkleids. Im Jahr 2008 gründete sie ihr Label und begann ganz bewusst, kurze Hochzeitsmode zu entwerfen. In ihren Kollektionen findet man neben den klassischen Vintage-Schnitten deshalb auch viele moderne Kleider. Amaze aus Tobis Youthquake Linie ist ein Modell für alle, die es etwas ungewöhnlicher mögen.

Amaze - Tobi Hannah

Titelbild: Le Hai Linh Photography für Noni

Bilder I.V.Y und A.N.N.E.L.I.E: via Femkit4Brides

Bilder Shelly: Hanna Witte für Noni

Bilder Jakobien: via MaryLise Rembo Styling

Bild Amaze: via Tobi Hannah

 

 

Jetzt wird’s natürlich! Papeterie mit Holz und Jute

Immer wieder, wenn ich internationale Hochzeitsblogs ansehe, stolpere ich über Hochzeiten mitten auf einer Waldlichtung oder Blumenwiese. Und jedes Mal denke ich: Wie locker und natürlich, aber trotzdem romantisch!

Selbst wenn deutsche Brautpaare ja leider rund um’s Jahr mit eventuellem Dauerregen rechnen müssen, sind naturverbundene Hochzeiten auch hier schwer im Kommen. Als ich vor ein paar Tagen  einen tollen Internet-Fund gemacht habe, wusste ich deshalb sofort, dass ich ihn unbedingt auf dem Blog teilen muss! Beim Stöbern auf Etsy habe ich nämlich die Decoris Wedding Collection entdeckt. Dahinter verbirgt sich ein polnisches Team, das unter anderem Einladungen in natürlichem Design anbietet. Die Sets können online über Etsy bestellt und weltweit versendet werden.

Dieses Set zum Beispiel mit Jutekordel und Baumrinde.

Auch eine tolle Idee: Ein Holzanhänger mit den Initialen des Paares! Wie bei dieser Einladung.

Für alle, die es doch ein bisschen filigraner mögen, gibt es unter anderem dieses Set mit Bast und Blatt.

Achtung: Alle Links führen zu Musterkarten, die zur Ansicht bestellt werden können. Um ein komplett auf Euch zugeschnittenes Angebot zu erhalten, kontaktiert bitte das Decoris Team direkt. Alle Einladungstexte können an die Wünsche des Brautpaares angepasst werden. Zu den üblichen Zusatzkarten für die anschließende Feier und Antwortkarten können außerdem noch weitere Einleger, z.B. mit Informationen zur Anfahrt, und Save-the-Date Karten bestellt werden.

Wem das alles noch nicht reicht, der sollte sich dazu auch die Gästebücher der Kollektion ansehen. Die kommen mit Covern aus Holz daher und passen so ebenfalls perfekt zu natürlichen Hochzeiten. Besonders rustikal – ein Gästebuch mit Rinde und kleinem Metallschild:

Es geht aber auch etwas dezenter mit einer entsprechenden Gravur. Ob eher schlicht

…oder schwungvoll elegant.

Die Gästebücher können mit verschiedenen Seitenzahlen bestellt werden. Die erste Seite kann dabei mit einem Wunschtext bedruckt werden. Die Bedruckung von weiteren Seiten ist gegen Aufpreis ebenfalls möglich.

Und zum Schluss noch zwei von meinen persönlichen Favoriten. Gästebücher mit Ausschnitten, durch die farbiges Papier als Innencover sichtbar wird. Dabei stehen viele Farben zur Auswahl.

Variante 1:

Variante 2:

Winterliche Blumendekoration in Weiß und Grau

Winterliche Blumendekoration

Kennt Ihr dieses Gefühl, wenn man bei bestimmten Dingen immer wieder feststellt, dass man sie einfach liebt? So wie jeden Frühsommer die ersten Erdbeeren? Genauso geht es mir mit Ranunkeln. Jedes Jahr, wenn der Winter langsam auf sein Ende zugeht und die ersten Ranunkeln verkauft werden, stelle ich wieder fest: Diese kleinen Schönheiten gehören wirklich zu meinen Lieblingsblumen!

Als ich über die die Blumendekoration für unsere Hochzeit nachdachte, waren Ranunkeln daher schnell gesetzt. Beinahe ebenso schnell entschied ich mich für Schleierkraut. Schleierkraut hatte eine Weile ja den Ruf von “billigem Füllzeug”, nachdem nahezu jeder Rosenstrauß an der Tankstelle damit aufgepeppt wurde. Damit tut man den fluffigen kleinen Blütenbällen aber Unrecht. Richtig dekoriert bringt Schleierkraut einen lockeren Charme auf die Tische.

Locker. Das war überhaupt ein wichtiges Wort bei unserer Blumendekoration. Während der gesamten Hochzeitsplanung hatte ich das Motto “festlich, aber nicht zu förmlich” ausgegeben. Das sollte sich jetzt auch auf den Tischen widerspiegeln. Ein großes, zentrales Bouquet auf jedem Tisch kam deshalb für mich nicht in Frage; ich wollte keine Rosen und keine pompösen Silberschalen. Stattdessen wurde jeder Tisch mit grauen Zweigen und verschiedenen kleinen Vasen dekoriert. Für die nötige Eleganz sorgten silberne Leuchter und kleine Teelichthalter.

Winterliche Blumendekoration

Verschiedene Vasen

Akzente in Silber und Grau

Das Endergebnis passte gut zur Winterhochzeit, ließ aber mit den Ranunkeln auch erste Gedanken an den Frühling wach werden.

Zweige und weiße Blüten

Ein Hauch Frühling

Weiße Ranunkeln

Auch der Brautstrauß war auf das Konzept abgestimmt. Allerdings waren hier weiße Anemonen die Stars. Diese zarten Blumen mit dem dunklen Herzen sind tatsächlich klassische Winterblumen und von Dezember bis etwa Mai erhältlich. Dazu kamen kleine Crysantemen und Silberblatt. Der Strauß wurde dabei bewusst eher natürlich gebunden.

Brautstrauß mit Anemonen

Unser Dienstleister und Tipps zum Selbermachen

Wir konnten den Luxus genießen, die gesamte florale Dekoration von Florica in Köln umsetzten zu lassen. Das Team hat das Konzept nicht nur individuell mit mir ausgearbeitet und mich hervoragend beraten, sondern am Vortag auch komplett dekoriert. Da wir an einem Tag den gesamten Saal für 100 Gäste dekorieren mussten, wäre das auch anders kaum zu schaffen gewesen. Das ist natürlich auch der große Vorteil eines Floristik-Caterers wie Florica. Der komplette Service gehört hier mit dazu. Über die Beratung, die Vasen, den Aufbau vor Ort, die Lieferung des Brautstraußes bis hin zum Abbau am nächsten Morgen – man kann alles vertrauensvoll in die Hände der Profis legen. Der Preisunterschied zum Blumenladen um die Ecke ist dabei übrigens bei Weitem nicht so groß, wie man im ersten Moment vermutet. Wer allerdings ein solches Konzept mit vielen einzelen Vasen gern selbst dekorieren möchte, für den gibt es jetzt noch ein paar Tipps.

1 – Gruppentische brauchen ausreichend viele Vasen

Bei Gruppentischen hat man im Gegensatz zu langen Tafeln meist eine relativ große Tischfläche. Kleine Väschen sehen da schnell verloren aus, wenn man sie nur vereinzelt aufstellt. Auf jedem unserer  Tische für 10 Personen standen insgesamt 10 verschiedene kleine Vasen mit Blumen, 3 silberne Teelichthalter, 2 Miniwindlichter mit Teelichtern und zwei große Silberhalter mit Stumpenkerzen. Dazu kamen noch die Zweige. Klingt nach einem völlig überladenen Tisch, oder? Passte aber perfekt und vermittelte immer noch einen locker gestellten Eindruck. Deshalb bei selbstgestalteter Dekoration unbedingt vorher mal einen ausreichend großen Tisch zur Probe dekorieren. Dabei daran denken, auch alle Plätze einzudecken. Schließlich soll sich die Deko auch gegen Teller und Gläser behaupten können. Wer nicht genug hübsche Gläser und Flaschen zusammen bekommt oder nicht selbst sammeln mag, der sollte mal im Onlineshop von “Gläser und Flaschen” vorbeischauen. Hier gibt’s eine riesige Auswahl zu günstigen Preisen.

2 – Höhenunterschiede schaffen ohne Sichtblockade

Eine Dekoration mit verschiedenen Vasen sieht besonders locker und natürlich aus, wenn unterschiedliche hohe Vasen und Blumen verwendet werden. Eine Regel sollte man dabei aber beachten. Was genau auf Augenhöhe steht, wird entweder zur Seite gerückt oder die Gäste befinden sich in andauernder Schieflage um daran vorbeizugucken. Also entweder richtig hoch dekorieren oder unterhalb der üblichen Sichthöhe bleiben.

3 – Keramik statt Bauernsilber

Ziemlich schwierig fand ich übrigens die Beschaffung der großen Silberleuchter. Man kann zwar bei einigen Anbietern Kerzenleuchter leihen, aber dabei handelt es sich meist um mehrarmige, hohe Leuchter. Das wollte nicht so recht zu unserem Konzept passen und echte Silberleuchter für Stumpenkerzen kamen aus Kostengründen natürlich auch nicht in Frage. Also ging ich auf die Suche. Die meisten dieser Leuchter, die man im Handel bekommt, sind aus sogenanntem Bauernsilber gemacht. Das ist ein entsprechend beschichtetes Glas und in der Anschaffung schon deutlich günstiger. Trotzdem kosten die Leuchter noch zwischen 20 und 60 Euro je nach Größe und Anbieter. Bei zwei Leuchtern auf je zehn Tischen war das immer noch eine ziemlich stolze Summe! Am Ende stolperte ich aber über eine günstige Alternative: beschichtete Keramik! Kerzenleuchter aus Keramik sind nochmal deutlich günstiger als Bauernsilber. Betrachtet  man die Leuchter für sich allein, wirken sie im ersten Moment oft eher wie verchromt statt wie Silber. Der Farbton ist ein wenig dunkler und anders als Bauernsilber gibt es sie in der Regel auch nicht in dem gerade so angesagten “Antiklook”. Dafür sind sie teilweise für unter 10 Euro pro Stück zu haben und einmal auf den Tischen dekoriert, fällt der Unterschied nicht mehr auf. Ich habe diesen Leuchter für gerade einmal 5,95 Euro von Nanu-Nana verwendet und wurde selbst von den Profis gefragt, wo ich die denn her hätte. Alle waren völlig überrascht, dass unsere silbernen Akzente auf günstigster Keramik beruhten.

 

Konzept und Umsetzung: Florica Floristik-Catering

Silberleuchter für Stumpenkerzen: Nanu-Nana

Silberne Teelichthalter: vanharte

Glaswindlichter für Teelichter: Nanu-Nana

Stumpenkerzen: Rustic von Bolsius

Serviettenbänder: Papertalk Press

Fotos: Cornelia Lietz Fotografie

Ein Gäste-Nicht-Buch

Nachdem ich zuletzt ein paar tolle Profi-Dienstleister vorgestellt habe, gibt es heute mal etwas ganz Einfaches und Günstiges zum Selbermachen. Ich möchte Euch gern unser Gäste-Nicht-Buch und eine weitere Alternative vorstellen. Aber zuerst singen wir mal in Gedanken…

Viel Glück zum Nichtgeburtstag! Für mich? Für Dich!

Viel Glück zum Nichtgeburtstag! Für mich? Für Dich!

So, jetzt habt Ihr das auch als Ohrwurm. Gern geschehen. Ich summe das schon, seit ich den Titel für diesen Post weiß. Aber zurück zum Thema. Wie viele Paare standen auch wir vor der Frage, ob wir ein Gästebuch auf unserer Hochzeit haben wollten. Ich fand die Idee sehr schön, eine Erinnerung an den Tag mit all unseren Gäste zu haben. Nur war ich mir bei einem Buch nicht sicher (und dass obwohl ich für schöne Sachen aus Papier eigentlich immer zu haben bin). Würden wir die Gäste nötigen müssen, was reinzuschreiben? Eine Umfrage nach bisherigen Erfahrungen im Bekanntenkreis ergab von freiwilliger Schreibbegeisterung bis zur energischen Verfolgung durch die Brautmutter alle Varianten. Würden wir da ab und zu reingucken oder verstaubt das dann im Regal? Ich entschied, ein Buch soll’s nicht werden.

Aber was dann? Ein Poster mit Unterschriften vielleicht? Nur das mit dem Aufhängen… Wo tun wir das hin? Wenn ich das nicht aufhänge, steht das dann staubig neben dem Regal mit den staubigen Büchern? Hmmm. Irgendwann ging mir auf, ich hätte lieber etwas, das wir im Alltag sowieso benutzen oder um uns haben. So entstand die Idee zu den Hochzeitstassen.

Unsere Hochzeitstassen

Wie unschwer zu erkennen, sind das zwei große Kaffeetassen, die von allen Freunden und Verwandten signiert wurden. Ab jetzt kann ich mich am Sonntagmorgen doppelt über meinen Cappuchino freuen. Ehrlich. Immer wenn ich die Tassen sehe, macht mich das irgendwie glücklich. So ist die Errinnerung an diesen besonderen Tag mit unseren Lieben ganz präsent. Und jede Menge Milchschaum passt auch noch rein!

Was man dazu braucht

1) Porzellantassen und Untertassen. Ich rate von Steingut eher ab, das ist wesentlich empfindlicher und bekommt schneller Macken. Bei so einem Erinnerungsstück ist deshalb Porzellan empfehlenswert. Farbe und Muster sind im Grunde egal, aber die Oberfläche sollte glatt sein.

2) Porzellanstift. Es gibt im Bastelladen verschiedene Stifte, die zum Malen auf Porzellan geeignet sind. Unter anderem diesen hier von Edding:

http://www.edding.com/de/gestalten-und-dekorieren/produkte/porzellan-pinselstifte/porzellan-bemalen-mit-dem-edding-4200-pinselstift/

Ich persönlich fand aber den hier mit ganz feiner Spitze zum Schreiben besser, auch wenn er streng genommen nicht zur Porzellanreihe gehört. Dafür trocknet er sofort und ist dann ziemlich wisch- und wasserfest:

http://www.edding.com/de/gestalten-und-dekorieren/produkte/glanzlack-marker/feine-sache-edding-780-glanzlack-marker/

Wie es funktioniert und worauf man achten sollte

Die Tassen sollten vor der Hochzeit gereinigt werden, es dürfen keine Fettspuren darauf sein. Danach ordentlich mit klarem Wasser nachspülen. Nach der Hochzeit werden die Unterschriften haltbar gemacht, indem man das Porzellan im Ofen erhitzt. Es reichen je nach verwendetem Stift 150-180 Grad für 30 Minuten. Achtet beim Kauf der Tassen darauf, dass keine Makel in der Oberfläche sind. Durch das Erhitzen im Ofen werden nämlich schonmal zuckrige Fingertatschen sichtbar. Die lassen sich aber im Anschluss leicht entfernen, sofern die Glasur intakt war. Bei dem Glanzlackmarker, den wir verwendet haben, kann man auch vorher vorsichtig spülen.

Nach dem Einbrennen habe ich unsere Tassen gründlich mit heißem Wasser gespült. Danach konnte das Kaffeetrinken beginnen. Wer evt. etwas in Sorge bezüglich der Farbe ist, kann die Gäste natürlich auch bitten nur außen zu unterschreiben. Die Unterschriften haben sich bisher als gut haltbar herausgestellt. Auf heftiges Schrubben verzichte ich allerdings und spüle nur mit einem weichen Lappen.

Eine kuschelige Alternative

Die Hochzeitstassen haben übrigens die 2. Möglichkeit nur knapp geschlagen: Ein Sofakissen mit Erinnerungsfaktor. Ich stelle mir das ja gerade bei lauter Unterschriften zwischen Blockstreifen hübsch vor. Diese Kissenhülle von Urbanara ist z.B. unter meinen Favoriten:

http://www.urbanara.de/2230/kissen-kindia-schwarz-weiss-.htm

Oder wie wäre es sonst mit dieser hier von H&M:

http://www.hm.com/de/product/95167?article=95167-A#article=95167-H

Dazu bräuchte man dann noch einen feinen Textilmarker und fertig ist der extrakuschelige Abend auf dem Sofa, bei dem es wärmende Gedanken gratis dazu gibt.

Professionelle Hochzeitsfotos – Unnötig und überteuert?

Hochzeitsfotos

Es gibt Menschen, bei denen wäre professionelle Hochzeitsfotografie wirklich verschwendet. Ja, doch. Gibt es wirklich. Das sind Leute, denen man ein phantastisches Bild eines weltbekannten Topfotografen zeigen könnte und sie würden sagen: “Das ist ein sehr schönes Bild.” Wenn man ihnen direkt danach den Handyschnappschuss der Patentante zeigt, sagen sie “Oh, das ist auch sehr schön.”

Allerdings sind diese Menschen eher eine Minderheit. Auch Menschen ohne großes Interesse an Fotografie wissen in der Regel hervorragende Bilder zu schätzen, selbst wenn sie vielleicht nicht genau benennen können, worin der Unterschied besteht. Prinzipiell leuchtet den meisten Leuten daher das Konzept eines Hochzeitsfotografen durchaus ein. Das ändert sich meist erst, wenn sie den Preis für eine professionelle Tagesbegleitung erfahren. Plötzlich steht die Frage im Raum: Ist das denn wirklich nötig? Und geht das nicht auch viel billiger? Wir könnten ja auch einfach die Gäste bitten, Fotos zu machen. Meine Cousine hat auf ihrer Hochzeit diese Einwegkameras verteilt und das war super lustig und sie hat so viele schöne Bilder gehabt. Oder bei meiner Freundin, da hat auch nur ihr Onkel die Bilder mit einer Kompaktkamera gemacht und ich hab die gesehen. Die waren ok.

Ich habe diese Diskussion schon oft mitgehört und selber geführt. Das Problem bei diesem Thema ist oft der fehlende direkte Vergleich. Statt alle Argumente für und gegen professionelle Hochzeitsfotografie aufzuzählen, wollte ich das Thema deshalb mal in einem etwas anderen Blogpost behandeln. Keine Diskussion um Preise und Nettogehälter, um  Fotobearbeitung, Equipment und Erfahrung. Stattdessen habe ich meine Gäste um Bilder unserer Hochzeit gebeten. Und um die Erlaubnis, den gleichen Moment in ihren Fotos und den Fotos unserer professionellen Fotografin zeigen zu dürfen. Weil wir ganz wunderbare, uneitle Verwandte haben – für deren liebevolle Unterstützung UND Fotos ich übrigens sehr dankbar bin – kommt jetzt ein direkter Fotovergleich zwischen Gast und Profi. Danach kann dann jeder selbst entscheiden, ob sich professionelle Hochzeitsfotos nun lohnen oder nicht.

Der direkte Fotovergleich

Hier sind zwei Fotos von meinem Mann und mir, die direkt nach unserer Ankunft im Festsaal entstanden sind. Aufgenommen von unseren Gäste mit einer Kompaktkamera im Automatikmodus.

Ankunft Bild1

Ankunft Bild2

Und hier sind wir ebenfalls direkt nach der Ankunft, aber von unserer Fotografin festgehalten.

Ankunft Profibild1

Ankunft Profibild2

Unsere Gäste haben auch meinen Mann fotografiert, nachdem er mit seinen Kumpels angestoßen hat.

Die Jungs Bild1

So sah das aus der Perspektive unserer Fotografin aus:

Die Jungs Profibild2

Auch die Tischdekoration wurde fotografiert. Von unseren Gästen…

Deko Bild1

…und von unserer Fotografin.

Deko Profibild2

Am Nachmittag gab es dann eine Hochzeitstorte, die wir ganz traditionell gemeinsam angeschnitten haben. Hier sieht man diesen Moment aus Sicht der Gäste.

Torte Bild1

Die blonde Frau hinter uns ist – wie unschwer zu erkennen – die professionelle Fotografin. Die auf der Suche nach der besten Perspektive über und hinter den Tisch geklettert ist. Das Ergebnis waren folgende Bilder:

Torte Profibild 1

Torte Profibild 2

Torte Profibild 3

Wer eine entzückende Tochter hat, der fotografiert sie natürlich. Zum Beispiel, wie sie mit der Braut und anderen Gästen redet und tanzt.

Prinzessin Bild1

Wenn ein Profi das festhält, sehen das Gespräch mit der Braut und der Tanz mit den anderen Mädels so aus:

Prinzessin Profibild1

Prinzessin Profibild2

Später am Abend hingen die Jackets über den Stühlen und die Jungs veranstalteten etwas, das man mit genug Bier und Fantasie vermutlich als Tanzen bezeichnen könnte. Festgehalten von unseren Gästen:

Hier kurz darauf nochmal ohne Bier, auf der Tanzfläche und vom Profi fotografiert:

Zum Schluss nochmal eine Übersicht. Unsere Hochzeit auf den Fotos unserer Gäste:

Gäste

Die selben Momente der selben Hochzeit, festgehalten von einer professionellen Fotografin:

Profi

Ob der Unterschied den Preis nun wert ist, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Für uns war er das und wir sind überglücklich, dass wir auf unseren gesamten Hochzeitstag in wunderschönen Bildern zurückblicken können. Möglich gemacht hat das übrigens die grandiose Cornelia von Cornelia Lietz Fotografie.

Amateurfotos: Die besten Hochzeitsgäste der Welt

Profifotos:  Cornelia Lietz Fotografie

18.03.2014 – Ein kurzer Nachtrag:

Ich wurde gefragt, warum ich in diesem Beitrag keine Portraits und Bilder der Trauung gezeigt habe. Das möchte ich gern beantworten, denn immerhin ist das ja meist der Zeitraum für den viele Paare auf jeden Fall einen Fotografen buchen möchten. Oft sind das auch die optisch “schönsten” Fotos des Tages. Liebe Brautpaare, ich hätte Euch auch gern mal einen Vergleich davon gezeigt, aber der Grund ist ziemlich einfach: Wir haben davon keine Gastfotos! Wir wollten während der Trauung gern in die Gesichter unserer Freunde und Verwandten blicken statt in Handys und Kameras. Daher haben wir unsere Gäste gebeten, während der Zeremonie nicht zu fotografieren. Für die Portraits direkt im Anschluss haben wir uns dann ein paar ruhige Momente allein für uns und nur mit der Fotografin genommen. Daher gibt es auch davon keinerlei Gastbilder.